Landwirtschaft. Wasser. Menschen.


Zum 02.09.2021 wurde die neue Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung veröffentlicht. Hiernach ist die Anwendung von Glyphosat in Trinkwasserschutzgebieten ab 2022 verboten. Die Landwirte unseres Arbeitskreises wenden Pflanzenschutzmittel (und so auch Glyphosat) seit Jahrzehnten grundwasserverträglich an. Der 3. Monitoringbericht weist das gesamte Kooperationsgebiet bezüglich Pflanzenschutzmittel grundwasserseitig im guten Zustand aus. (elwasweb.nrw.de). Ungeachtet dessen haben sich die Landwirte unseres Arbeitskreises stets den Herausforderungen gestellt – so auch jetzt: Als Alternative zur chemischen Un- und Beikrautbehandlung sind die mechanischen Bodenbearbeitungen zwar bekannt aber meist in Vergessenheit geraten.  Im März dieses Jahres wurden hierzu Versuchsflächen in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer auf dem Schlag eines Vorstandsmitgliedes angelegt. Verschiedene mechanische Verfahren wurden getestet. Es sollte der Aufwand, das Ergebnis und die Auswirkung der Verfahren untersucht werden. Am 06.05.2022 inspizierte der Staatssekretär des Landesumweltministeriums, Herr Dr. Heinrich Bottermann, die Versuchsfläche und ließ sich von dem AK-Vorstand über die bisherigen Ergebnisse unterrichten.

 (eingestellt am 09.05.2022/cra)


Durch Zwischenfrüchte wird nicht genutzter Dünger, der beispielsweise aufgrund von Trockenheit nicht durch die Hauptkultur aufgenommen wurde, gebunden und gelangt nicht in das Grundwasser. Winterharte Zwischenfrüchte oder aber mangels Frost auch nicht winterharte Zwischenfrüchte, neigen im Frühjahr allerdings dazu, auszutreiben und beeinträchtigen das Wachstum der neuen Hauptkultur. Meist werden diese Zwischenfrüchte dann mit Herbiziden behandelt.  Der Arbeitskreis hat hierzu in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer effiziente und bodenschonende mechanische Möglichkeiten zur Beseitigung von Altverunkrautung und nicht abgefrorenen Zwischenfrüchte getestet. Über die Entwicklung der Versuche zur Unkrautbekämpfung, ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, halten wir Sie hier auf dem Laufenden.

 (eingestellt am 06.04.2022/cra)


  

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein besinnliches Weihnachtsfest

und ein glückliches, gesundes Jahr 2022.

Wir freuen uns auf eine weitere gute Zusammenarbeit.

 

 

Ihr Arbeitskreis Ackerbau und Wasser im linksrheinischen Kölner Norden e. V. 


Im Arbeitskreis arbeiten die Landwirte eng mit dem Wasserversorger und der Beratung der Landwirtschaftskammer zusammen. Aktuelle Ergebnisse aus Exaktversuchen werden auf Praxisstandorten in Großflächen-Demonstrationen überprüft und dienen gleichzeitig als Anlaufpunkt für den engen fachlichen Austausch.

 

Aktuell wurden im Kölner Norden Versuchsbeerntungen im Winterweizen durchgeführt. Hier werden neue Sorten unter Praxisbedingungen getestet und die optimale Stickstoff-Düngemenge ermittelt.

Ziel ist es, Nährstoffe so zielgerichtet und standortangepasst wie möglich aufzubringen, um eine möglichst hohe Ausnutzung und  geringe Auswaschungsverluste zu erreichen.

 

Davon profitieren Wasserversorger und Landwirte gleichermaßen: Die Landwirtschaft vermeidet unnötige Kosten für Düngemittel und das neu gebildete Grundwasser wird weniger durch Nährstoffeinträge belastet. 

 (eingestellt am 09.08.2021/bal)


Die Kölner Heinzelmännchen – Bewegt!

 

Wie bereits mitgeteilt, werden derzeit automatische Sä- und Hackroboter (sog. FarmDroiden) durch Landwirte des Arbeitskreises im linksrheinischen Kölner Norden getestet. Hierzu hat unser Berater einen kurzweiligen Film gedreht. Weitere Informationen können dem digitalen Feldtag in Kerpen-Buir der Landwirtschaftskammer entnommen werden.

 

 

 (eingestellt am 31.05.2021/cra)


Die Kölner Heinzelmännchen sind zurück -  Auf den Äckern im Bereich Weiler– Fühlingen

Wer sich derzeit auf den Kölner Feldern im linksrheinischen Norden bewegt, kann durchaus den Eindruck gewinnen, dass die Kölner Heinzelmännchen zurückgekommen sind. Kleine dreirädrige Gefährte summen wie von Geisterhand bewegt autark über die Äcker.

 

Was ist hier los?

 

Das Grundwasser befindet sich hier gemäß der letzten Zustandsbewertung nach EU-Wasserrahmenrichtlinie in einem guten Zustand. Damit dies auch so bleibt, wird kontinuierlich der Einsatz der Aufwandmengen optimiert. Derzeit untersuchen die Kölner Landwirte hierzu einen sogenannten Farmdroiden. Dieser automatische Sä- und Hackroboter wird elektrisch betrieben und generiert die hierzu benötigte Energie mittels Photovoltaik selbst. Er setzt Zuckerrübensamenkörner, „merkt“ sich exakt deren Position und hackt zwischen diesen später Beikräuter weg. So reduziert er nicht nur den CO2-Ausstoß sondern minimiert zugleich den Pflanzenschutzmitteleinsatz.

Wenn Sie Informationen hierüber wünschen, sprechen Sie uns an.

 (eingestellt am 22.04.2021/cra)


Bodenproben - Vorbereitungen für das neue Jahr

Im Märzen der Bauer - so erklingt eine alte Volksweise. Doch bevor der Bauer die "Röslein" einspannt, wird zuerst einmal der Boden untersucht. Die Landwirte unseres Arbeitskreises düngen nur die Mengen, die die angebauten Pflanzen auch "verzehren" können. 

 

Hierzu ist es wichtig, dass man weiß, wieviel Nitrat noch im Boden ist. Diese Menge muss später nicht gedüngt werden.

 

Um diese Werte zu ermitteln, fahren Mitarbeiter unseres Kooperationspartners RheinEnergie AG bereits jetzt über die Äcker und entnehmen Bodenproben.

 

Diese werden dann im Wasserlabor der RheinEnergie AG aufbereitet und analysiert. Über die landwirtschaftlichen Berater erhalten wir Landwirte dann die Ergebnisse unserer Schläge, verbunden mit einer Düngeempfehlung.

 (eingestellt am 01.03.2021/bal)